| Blütezeit: | April - Oktober |
| Vorkommen: | Schuttplätze, Wege, Zäune, Hecken. Oft vergesellschaftet mit der Brennnessel an Dunghaufen und Viehweiden |
| Verbreitung: | Gemäßigtes Europa und Asien, Himalaja und Alpen. |
| Sammelgut: | Blätter und Blüten |
| Sammelzeit: | Mai - Juli |
| Sammelvorschrift: | Die weißen Lippenblüten werden bei trockenem Wetter vorsichtig aus den Kelchen herausgelöst und in dünner Schicht möglichst schnell getrocknet, un eine braune Verfärbung zu bermeiden. Die gelblichweißen Blüten haben einen schwach honigartigen Geruch und schmecken süßlich und schleimig. Auch junge Triebe und Blätter können (roh) verzehrt werden. |
| Inhaltsstoffe: | Biogene Amine, unter anderem Cholin, Histamin, Tyramin und Methylamin, weiterhin die Flavonoide Quericimeritrin, Kämpferol-3-digulucosid, Lamiosid und Rutin. Ferner Gerbstoffe und Schleim |
| Heilwirkung: | adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend; |
| Anwendungsbereiche: | Husten, Bronchitis, Asthma, Erkältung, Fieber, Verdauungsschwäche, Magenentzündung, Darmstörungen, Hämorrhoiden, Blasenleiden, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Weissfluss, Wechseljahrsbeschwerden, Prostataschwellung, Krampfadern, Brandwunden (leichte), Furunkel, Ekzeme, schlecht heilende Wunden; |
Die Weiße Taubnessel (Lamium album) ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) gehört. Sie hat im Gegensatz zur Brennnessel keine Brennhaare und ist auch nicht direkt mit ihr verwandt. Die Ähnlichkeit der Blattform zur Brennnessel hat jedoch der Gattung den deutschen Namensteil „Nessel“ eingebracht.
Die weiß leuchtenden nach Honig duftenden Blüten sind bei Kindern sehr beliebt, da sie einen wohlschmeckenden Nektar enthalten. Die jungen Triebe der Taubnessel können als Gemüse gegessen werden.
Blätter können Salaten, Pestos und Smoothies beigegeben werden.
Als Expektorans (auswurfförderndes Mittel) bei Erkrankungen der Atemwege – also schleimlösend – sowie gegen Blähungen. Mittels Umschlägen der abgekochten Pflanze werden Hautschwellungen, Beulen,
Krampfadern und Gichtknoten behandelt. Die Taubnessel wirkt schwach harntreibend. Eine antiinflammatorische (entzündungshemmende) Wirkung ist mittels Tierversuchen bewiesen worden. Diese Wirkung
wird hauptsächlich gegen Entzündungen an der Mund- und Rachenschleimhaut verwendet.
Als Hauptwirkstoffe gelten Iridoidglykoside, hauptsächlich Lamalbid, neben Caryoptosid und den Albosiden A+B.
Im nicht blühenden Zustand mit der gemeinen Brennnessel (Urica dioica L.)
Rote Taubnessel (Lamium purpureum L.) und natürlich die gelbe und die weiße Taubnessel untereinander.
Die Weiße Taubnessel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimetern erreicht. Am vierkantigen Stängel stehen kreuzgegenständig die gesägten und gestielten
Laubblätter.
Die Weiße Taubnessel blüht von April bis Oktober. Die Blüten stehen in Scheinquirlen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die weiße Blütenkrone ist
zweilippig, wobei die Oberlippe behaart ist. Wie bei allen Lippenblütlern stellt das untere Blütenkronblatt einen idealen Anflugplatz für bestäubende Insekten dar. In der Kronröhre kann man einen
Haarring sehen, der den Nektar schützt. Der Pollen ist hellgelb.
Die Weiße Taubnessel ist in ganz Europa und Nordasien verbreitet. Die winterharten Taubnesseln wachsen am Weg- und Wiesenrand sowie in Gräben, Hecken und auf Schuttplätzen. Sie wächst besonders
auf stickstoffreichem Boden.
Nach Ellenberg ist die Weiße Taubnessel eine Halblichtpflanze, ein Frischezeiger, an übermäßig stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Verbandcharakterart der Klettenfluren (Arction
lappae).
Ebenso wie die Rote Taubnessel, die Gefleckte Taubnessel und die Goldnessel gilt auch die Weiße Taubnessel als wichtige Nektar- und Pollenpflanze für Honigbienen. Die Bestäubung erfolgt jedoch
überwiegend durch Hummeln, die aufgrund ihres langen Rüssels besser an den tiefliegenden Nektar der Blüte gelangen.
Dieser Hemikryptophyt ist eine Ruderalpflanze, Archäophyt und Kulturfolger. Die Weiße Taubnessel ist sehr ausbreitungaktiv. Sie profitiert von der Eutrophierung der Landschaft durch Düngung und
Verschmutzung mit organischen Materialien. Die Pflanze ist winterhart.
Die Blüten sind nektarführende, homogame Lippenblumen und enthalten Saponine und Schleimstoffe. Sie werden von Bienen und Hummeln bestäubt. Die Pflanze ist erst ab dem zweiten oder dritten Jahr
blühfähig. Ihre Ausläufer überwintern meist grün und bilden im folgenden Jahr Blütensprosse.
Die Weiße Taubnessel kann in den Monaten April bis September (Blüten Mai bis Juli) gesammelt werden. Geerntet werden die blühenden Sprossspitzen und die jungen Blätter. Zur Trocknung werden sie an einen schattigen und luftigen Ort gestellt. Die Aufbewahrung erfolgt trocken und vor Licht geschützt. Die Wurzeln können im Herbst geerntet werden.
Weisse Taubnessel: Bienenhütel, Bienensaug, Daunettel, Nettel, Honigblom, Sugblom, Weiße Nesselblume, Zahme Essle
Gelbe Taubnessel: Goldnessel
Taubnesselbratlinge
1/2 l Sojamilch
1 kleine Zwiebel
1 Lorbeerblatt
100 g Grieß
1 TL Senf
1 Prise Cayennepfeffer
Salz, gemahlener Pfeffer aus der Mühle
Eiersatz für ein Ei
Semmelmehl
Öl
2 EL Taubnessel, geschnitten
Sojamilch, Zwiebel und Lorbeerblatt aufkochen lassen, vom Herd nehmen und 10-15 Min. ziehen lassen. Zwiebel und Lorbeerblatt herausnehmen, Sojamilch erneut zum Kochen bringen und langsam Grieß einstreuen. Danach Senf, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer dazugeben, gut mischen. Zum Schluß den geschnittenen Taubnessel untermischen.
Masse etwa 1 cm dick auf ein geöltes Blech streichen, völlig erkalten lassen und in Dreiecke schneiden. Teigdreiecke zuerst im verquirltem Eiersatz, danach im Paniermehl wenden und in heißem Öl kurz braten. Bratlinge abtropfen lassen. Mit Zitronenscheiben und Taubnesselblättern garnieren.
Taubnesseltee
1 TL Taubnesselblüten mit 1/4 l kochendem Wasser übergiesen, zudecken und nach 10 Min. abseihen.
Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "Bärlauch" aus der freien Enzklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“.
Nährwertangaben aus: Gu Nährwerttabelle
Idee/Inhalte Kurzsteckbrief: kaesekessel.de
Info Heilwirkung/Anwendungbereiche: heilkraeuter.de
Rezept(e)/Verwendungtipp:kraeuterfuchs.wordpress.com
selbst zusammengefasstes Wissen aus Büchern (siehe Buchempfehlungen)
Tipp da toll gemacht: www.pflanzen-vielfalt.at

Die Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media), auch Vogel-Sternmiere, Hühnerdarm oder Hustdarm genannt, ist eine Pflanzenart der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). ...
|
"Lasse Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!"
|
| Zitat: Hippokrates (460-370 v.Chr.) |