| Blütezeit: | Mai bis September |
| Vorkommen: |
Trocken, grasiges Ödland Von Meereshöhe bis ca. 2000 m Höhe. Wege, Wegränder und Wiesen, gerne auf verdichteten Böden |
| Verbreitung: | Über 200 Arten über die ganze Welt verbreitet. Eigentlich stammt der Wegerich aus Europa, ist aber inzwischen weltweit verbreitet. |
| Sammelgut: | Gesamtes Kraut |
| Sammelzeit: | Zur Blütezeit (Mai-September). |
| Sammelvorschrift: | Möglichst schnell in der Sonne oder dem Schatten bei 30-40 Grad Celsius trocknen. Bei langsamer Trocknung gibt es Verfärbungen und Unwirksamwerden der Inhaltsstoffe |
| Inhaltsstoffe: | Glykosid, Aucubin, Gerbstoffe, Schleim, Chlorogen- und Ursolsäure, Kalium, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe |
| Heilwirkung: | antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend, |
| Anwendungsbereiche: | Husten (Hauptanwendung), Afterjucken, Appetitlosigkeit, Asthma, Augenentzündungen, Blasenschwäche, Bronchitis, Darmschleimhautentzündung, Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Fettsucht, Furunkel, Hämorrhoiden, Halsentzündung, Halsschmerzen, Hautabschürfungen, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Keuchusten, Leberschwäche, Magenschleimhautentzündung, Ödeme (Wassersucht), Quetschungen, Soor (Candida), Verstopfung, blutende Wunden, leichte Verbrennungen; |
Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata), auch Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört. Das Wort Wegerich entstammt dem Althochdeutschen von wega = Weg und rih = König.
Sowohl der Breitwegerich, als auch der Spitzwegerich sind komplett essbar. Die jungen, vor der Blüte geernteten, etwas bitterlich schleimigen Blätter werden gründlich gewaschen. Die zähen Nerven
werden entfernt und roh als Salat, zu Quarkspeisen oder gekocht als Gemüse und für Kräutersuppen genommen. Die Knospen schmecken etwas nach Champignon, lassen sich dämpfen oder kochen und Salaten
beigeben. Man kann sie aber auch roh von der Wiese essen. Die Wurzeln sollen gereinigt, klein geschnitten und in Eintöpfen oder Suppen eine aromatische Beigabe sein.
Der Spitzwegerich enthält Iridoidglycoside wie Aucubin, Catalpol, Asperulosid, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Saponin. Er ist reizmildernd und leicht hustenlösend. Er wird gegen Katarrhe
der Luftwege und entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut eingesetzt. Die Wirksamkeit der Droge ist hier sowohl durch die einhüllende Wirkung der Schleimstoffe als auch durch
die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe sowie durch die antibakterielle Wirkung der Abbauprodukte der Iridoide (Aucubigenin aus Aucubin) zurückzuführen. Ferner kann sie äußerlich bei
entzündlichen Veränderungen der Haut, beispielsweise bei Insektenstichen, Brennnesseln, Neurodermitis verwendet werden oder auch bei sonstigen Entzündungen oder kleinen offenen Wunden.
Zur Herstellung von Teeaufgüssen werden die Blätter oder das ganze Kraut gesammelt und getrocknet (die Drogenbezeichnung lautet für die Blätter: Folia Plantaginis lanceolatae und für das Kraut:
Herba Plantaginis lanceolatae). Für Spitzwegerichsaft presst man die frischen Blätter aus. Für Spitzwegerichsirup kocht man die Blätter und Blüten zusammen mit Zucker und/oder Honig. Im
österreichischen Arzneibuch (ÖAB) ist auch eine Rezeptur für Spitzwegerichsirup (Sirupus Plantaginis, Plantaginis sirupus) aufgelistet, wobei die Spitzwegerichblätter (Folium Plantaginis,
Plantaginis laceolatae folium) mit heißem Gereinigten Wasser (Aqua purificata) übergossen und ausgezogen werden; danach wird der wässrige Spitzwegerichauszug mit Rohrzucker (Saccharosum,
Saccharum) zum Sirup verkocht und am Ende wird der Sirup noch mit einer alkoholischen Lösung von Parabenen konserviert. Der Bedarf der pharmazeutischen Industrie an der Droge ist hoch und wird im
Wesentlichen aus umfangreichen Kulturbeständen gedeckt. Die pulverisierte Droge ist auch Bestandteil von Salben. Da das natürliche Antibiotikum bei der Teezubereitung oft zerstört wird, ist es
sicherer, Presssäfte aus der Apotheke einzusetzen.
Der Spitzwegerich wurde im Herbst 2013 von Wissenschaftlern der Universität Würzburg („Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“) mit Verweis auf die in ihm enthaltenen
antibakteriellen und blutstillenden Wirkstoffe zur „Arzneipflanze des Jahres 2014“ gewählt.
Nicht bekannt
Der Spitzwegerich ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 50 Zentimetern erreicht. Die reichverzweigte Wurzel kann bis zu 60 cm in die Tiefe reichen. Die in einer
grundständigen Rosette stehenden Laubblätter sind ungestielt. Die einfache Blattspreite ist spitz, schmal und lanzettlich.
Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Auf einem langen Blütenstandsschaft steht ein dichter, walzenförmiger, ähriger Blütenstand. Die verhältnismäßig kleinen, unscheinbaren Blüten sind
zwittrig.
Ursprünglich in Europa heimisch, ist der Spitzwegerich inzwischen weltweit verbreitet. Er kommt häufig in Fettwiesen, in Parkrasen (dort vor allem in ihrer mageren Ausbildungsform), an Wegen und
in Äckern vor. Nach dem Ökologen Heinz Ellenberg ist der Spitzwegerich eine Klassencharakterart der Grünland-Gesellschaften (Molinio-Arrhenatheretea).
Verwendung finden die zarten und gesunden Blätter, die noch vor der Blüte gepflückt werden sollen. Die Ernte erstreckt sich vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Die Blätter werden im luftigen Schatten getrocknet und als Wintervorrat in gut verschlossenen Gefäßen aufbewahrt. – Die Samenstände des Spitzwegerichs dienen als beliebtes Vogelfutter.
Spitzwegerich und Breitwegerich sind uralte Heilpflanzen. Erwähnt wurden sie schon von den Assyrern als Auflage gegen Schwellungen. Symbol für Fruchtbarkeit. Plinius lobte den Spitzwegerich wegen seiner guten Wirkung bei den Folgen von Bissen wilder Tiere sowie Stichen von Skorpionen. Im 2. Weltkrieg behandelten Ärzte mangels Antibiotika infizierte Wunden mit Spitzwegerich-Zubereitungen.
Aderblatt, Aderkraut, Heilwegerich, Heufressa, Ripplichrut, Roßrippe, Schafzunge, Siebenrippe, Spießkraut, Spitzfederich, Spitzwegeblatt, Wundwegerich
Spitzwegerichsirup gegen Husten und Erkältung
5 l Wasser
1 kg Spitzwegerich; gewaschen- grob zerkleinert
1 Bd. Pfefferminze
2 Orangen- in Scheiben geschnitten
2 Zitronen- in Scheiben geschnitten
5 kg Zucker
Wasser, Spitzwegerich, Pfefferminze, Orangen- und Zitronenscheiben in
einem Topf aufkochen und zugedeckt zwanzig Minuten ziehen lassen.
Danach abseihen und den Saft mit dem Zucker etwa eine Stunde und
fünfzig Minuten einkochen, bis ein schöner Sirup entsteht
Spitzwegerich bei Insektenstichen
In der Naturheilkunde wird der Saft der Pflanze schon lange gegen Wunden, Akne, Geschwüren, Quetschungen und bei Insektenstichen eingesetzt. Dazu zerkaut man ein Blatt und legt den entstanden Brei gleich nach dem Insektenstich auf die betroffene Stelle. Die Wirkung des Spitzwegerich ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt.
Teile des Beitrages basieren auf dem Artikel "Bärlauch" aus der freien Enzklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“.
Nährwertangaben aus: Gu Nährwerttabelle
Idee/Inhalte Kurzsteckbrief: kaesekessel.de
Info Heilwirkung/Anwendungbereiche: heilkraeuter.de
Rezept(e)/Verwendungtipp:kraeuterfuchs.wordpress.com
selbst zusammengefasstes Wissen aus Büchern (siehe Buchempfehlungen)
Tipp da toll gemacht: www.pflanzen-vielfalt.at

Die Weiße Taubnessel (Lamium album) ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) gehört. Sie hat im Gegensatz zur Brennnessel keine
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"Lasse Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!"
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| Zitat: Hippokrates (460-370 v.Chr.) |